Samstag, 24. September 2016

Aglsspitze, 3196 m

Der gletscherfreie Zustieg: Lange Dreitausendertour in Ridnaun

Ein kleines rotes Gipfelkreuz steht auf der Aglsspitz, 3196 m
Vor uns: der Gipfelaufbau der Aglsspitz; Hauptgipfel rechts
Am Nordwestgrat
Gleitschirmflieger über der Krapfenkarspitze und dem Trüben See
Abstiegsblick auf Sonklar und auf die Berge des Übertalferners

In Maiern (1417 ), der letzten Ortschaft in Ridnaun, beginnt unsere heutige Gipfeltour. Sie führt auf die Aglsspitze, eingebettet in einer herrlichen Landschaft und Teil des ausgeprägten Grates der Feuersteine.
Wir folgen der Markierung Nr. 9 durch den Burgstall Wald hinauf zum Aglsboden. Hier halten wir uns gleich rechts, erreichen in Serpentinen die Aglsalm (2004 m) und queren - stellenweise auf schmalem Pfad - die steilen Wiesenhänge nach Nordwesten. Die Almen sind verlassen. Schafe und Rinder wurden ins Tal gebracht und die Weiden ruhen nun bis zum nächsten Sommer. 
In dieser Einsamkeit steigen wir über den Sennerberg empor zum Pfrunsee (2456 m), legen an seinen Ufern eine kleine Trinkpause ein und blicken zur Teplitzer Hütte und hinüber zur Krapfenkarspitze. Anschließend geht es der Markierung entlang über Schrofen, Steine und Blockwerk zum Hohen Trog mit einem kleinen, namenlosen See (2833 m), hier an der Abzweigung rechts und steil über Moränengelände hinauf zum Fuße des Gipfels. Nun folgen wir der Südwestflanke empor zum teilweise luftigen Nordwestgrat und erreichen über ihn den höchsten Punkt der Aglsspitze (3196 m). 
Am kleinen roten Holzkreuz genießen wir eine einsame Rast, entspannen inmitten der herrlichen Bergkulisse von Tribulaun, Schneespitze, Feuersteine, Becher, BotzerFreiger, Zuckerhütl und Sonklar und beobachten die Nebel, die sich um die Felsen winden.
Dann kehren wir über den selben Weg zum Ausgangspunkt zurück.

Höhenunterschied: 1800 m
Gehzeiten: Aufstieg 3 1/2 bis 4 1/2 Stunden, Abstieg 2/12 bis 3 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 038 Sterzing-Stubaier Alpen, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Brixen - Sterzing - Stange - Ridnaun - Maiern - Parkplatz im Talschluss
Von Meran geht über die MeBo nach Bozen, weiter durch das Eisack- und Wipptal nach Sterzing und über eine gute Bergstraße nach Innerridnaun. Im Talschluss am Bergwerksmuseum gibt es Parkplätze.

Touren in der Umgebung: Zwisl
Touren in der Umgebung: Ratschingser Kreuz 
Touren in der Umgebung: Becherhaus 
Touren in der Umgebung: Wilder Freiger
Touren in der Umgebung: Krapfenkarspitze
Von Maiern geht es zu den Aglsböden und gleich rechts ...
... in steilen Serpentinen hinauf ...
zur Aglsalm (2004 m)
Wir queren die Hänge ...
... und erreichen bald den Pfrunsee, 2456 m
Vom Pfrunsee geht es der Markierung folgend über Berghänge ...
... Blockwerk und Steine zu einem namenlosen See
Zugefrorene Lacke mit Blick auf die Stubaier Alpen
Westlicher Feuerstein (links); Magdeburger Scharte (Mitte); Südwestflanke der Aglsspitze (rechts)
Blick auf den Westlichen Feuerstein, auf die Magdeburger Scharte und den Vorgipfel der Aglsspitze
Über den Nordwestgrat geht es zum kleinen Holzkreuz am Hauptgipfel
Schneespitze, Schafkammspitz, Weißwandspitz
Abstieg mit Blick auf den Pfrunsee und über das Ridnauntal
Über dem Aglsboden

Sonntag, 4. September 2016

Laaserspitze (Orgelspitze), 3305 m

Die Aussichtskanzel im Vinschgau

Laaserspitze (auch Orgelspitze), 3305 m
Blick auf den Ofenwandferner
Im oberen Teil geht es über Schieferplatten empor

Ausgangspunkt unserer heutigen 3000er Tour ist der Stallwieshof (1931 m) im Martelltal. Das Ziel ist die Laaserspitze (auch Orgelspitze), ein aussichtsreicher Gipfel im Vinschgau, von dem wir schon einige Male ins Tal geblickt haben.
Vom kleinen Parkplatz folgen wir dem Steig Nr. 5 durch den Wald hinauf zur Baumgrenze und steiler über felsdurchsetzte Grashänge zu einem Hochplateau. Nun geht es kurz nach Nordwesten, bald geradewegs über Schieferblockwerk empor zur felsigen aber gut begehenden Gipfelflanke und schließlich zum höchsten Punkt der Laaserspitze (auch Orgelspitze) auf 3305 m.
Am kleinen Eisenkreuz machen wir es uns gemütlich, beobachten die Nebelschwaden unter uns und blicken auf die umliegenden Berge. Es sind unzählige. Hohe WeißeLodnerSimilaunWeißkugel, WildspitzeCevedale  Ortler, Piz Bernina, Hoher Angelus, ...
Nach einer ausgiebigen Rast kehren wir über den selben Weg wieder zum Parkplatz zurück.

Tipp: Skitour auf die Laaserspitze

Höhenmeter: 1400 m
Gehzeiten: Aufstieg 3 bis 4 Stunden, Abstieg 2 bis 3 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 045 Latsch-Martell-Schlanders, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Naturns - Latsch - Martelltal - Gand - Martell Dorf - Berggasthof Stallwies
Von Goldrain geht es ins Martelltal nach Gand, rechts ab in die Ortschaft Martell Dorf und über eine Bergstraße hinauf zum Berggasthof Stallwies. Vor dem Hof gibt es nahe einer kleinen Mühle Parkmöglichkeiten.

Touren in der Umgebung: Bergtouren im Martelltal

Aufstieg im Morgenlicht
Vom Stallwieshof geht es ...
... über felsdurchsetzte, steile Hänge empor
Aufstieg in eine kleine Scharte ...
... und über Schieferplatten weiter
Blick auf Teile des Veneziakamms
Der Steig Nr. 5 führt uns bergan
Blick auf die Schluderspitz
Steil erreichen wir die Gipfelflanke und schließlich den Gipfel
Tiefblick auf die Jennwand
Blick über die Ortlergruppe
Über dem Untervinschgau hängen heute Nebel und Dunst
Abstiegsblick

Mittwoch, 31. August 2016

Gürtelspitze, 2858 m

Wild und einsam. Der "gezeichnete" Berg im Passeiertal

Am Gipfel der Gürtelspitze, 2858 m
Wie ein Gürtel zieht sich das Marmorband um den Berg
Tiefblick auf die Maänder der Unterkrumpwasser
Aufstieg über die Hänge der Timmelsalm

Unsere heutige Gipfelwanderung führt uns ins Hintere Passeiertal. Wir starten vom Parkplatz an der Timmelsbrücke (1759 m) los, folgen dem Forstweg zur kleinen Timmels Alm (im Sommer bewirtschaftet, 1979 m) und wandern über den Steig Nr. 30 hinauf zu den Unterkrumpwasser mit Wetterkreuz (2250 m).
Hier verlassen wir den markierten Pfad, halten uns rechts und durchqueren das mäandrierte Hochtal. Wir ziehen nach Osten, steigen über die Hänge der Timmelsalm empor und treffen schließlich auf den Steig Nr. 29. Dieser führt uns geradewegs in die Karlscharte (2691 m), dem Übergang ins Schneebergtal. Am Fuße der Schneeberger Weißen legen wir eine Trinkpause ein und genießen das herrliche Panorama.
Anschließend geht es rechts über Steigspuren den Grat empor, in leichtem Auf und Ab zur Gürtelscharte (2697 m) und - mal mühsam über lose Platten, mal in einfacher Kletterei - hinauf zum Gipfel der Gürtelspitze auf 2858 m.
Die Rast am Holzkreuz ist heute kurz. Wir kehren bald wieder über den Nordostgrat in die Gürtelscharte zurück, steigen hier aber nun direkt über die steile, schmale Rinne (Steinschlag!) zu den Hängen der Schneebergalm ab und erreichen den Steig Nr. 29. Dieser führt uns zur Schneeberghütte (2355 m), hinunter zu einer Weggabelung und über die Hochmahd (Tiroler Höhenweg) und die Obergostalm zum Schmied-Kaser (1794 m) und unserem Auto an der Timmelsbrücke.

Anmerkung: Aufgrund des Steinschlages in der Rinne empfiehlt es sich vom Gipfel in die Karlscharte zurückzukehren und über den Steig Nr. 29 zur Schneeberghütte abzusteigen.

Höhenunterschied: 1200 m  
Gesamtgehzeit: 4 bis 5 Stunden
Wanderkarten: Tabacco Nr. 039 Passeiertal, 1:25.000 

Anfahrt: Meran - Riffian - St. Leonhard i. Passeier - Moos - Timmelsbrücke
Von Moos im Passeiertal fahren wir über die Bergstraße in Richtung Timmelsjoch. An einer scharfen Linkskurve noch vor dem Gasthaus Hochfirst an der Timmelsbrücke gibt es Parkmöglichkeiten.

Touren in der Umgebung: Bergtouren im Passeiertal

Von der Timmelsalm geht es empor; Blick auf die Gürtelspitze (Bildmitte)
Aufstieg über den Steig Nr. 30 ...
... zu den Unterkrumpwasser mit Wetterkreuz, 2250 m
Weglos geht es über die Hänge empor ...
... und nach Osten zum Steig Nr. 30 ...
... und über ihn in die Karlscharte, 2691 m
Über den Nordostgrat ...
... erreichen wir die Gürtelscharte, 2697 m
Die letzten Meter zum Gipfel
Tiefblick zur Schneeberghütte ...
... und Weitblick zu den Ötztaler Alpen
Abstieg durch die steile, schmale Rinne
Über den Steig Nr. 29 geht es zur Schneeberghütte
Blick auf Ratschingser Weiße und Zermaidspitze
Rückkehr über den Tiroler Höhenweg (Nr. 29) zur Timmelsbrücke; Blick ins Schneebergtal und auf die Schwarzseespitze
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...