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Der letzte Abschnitt mit Blick auf das Felsband (Bildmitte unten) und die Kletterpassagen unterhalb des Gipfels |
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Furchetta, 3025 m |
Die Furchetta befindet sich in der Geislergruppe und ist gleich hoch wie ihre bekannte Nachbarin, die
Sas Rigais. Ihr Doppelgipfel, der aussieht wie eine zweizackige Gabel, verleiht dem Berg eine unverwechselbare Gestalt und erklärt wohl gleichzeitig ihren Namen. Der Normalweg auf die Furchetta führt über die Südwestseite auf deren Haupt. Dabei ist eine Kletterei bis zum 3. Schwierigkeitsgrat im manchmal brüchigen Dolomitenfels zu bewältigen. Zudem sind die Gehpassagen abschüssig und mit losem Gestein bedeckt. Die Tour darf somit nicht unterschätzt werden, belohnt aber durch ihre herrlichen Ausblicke.
Am
Parkplatz der
Col Raiser Talstation in
St. Christina/Gröden beginnt unsere heutige Klettertour. Von hier aus gelangt man entweder mit der Seilbahn hinauf zur
Col Raiser Bergstation (2107 m) oder über den Weg Nr. 1 empor zur
Regensburger Hütte (2037 m).
Von der
Regensburger Hütte (2037 m) geht es über die Markierung Nr. 13 zu einer Weggabelung, hier rechts und mit herrlichem Blick auf den
Col dala Pieres hinauf zum
Plan Ciautier.
Von der
Col Raiser Bergstation geht es zuerst über den Forstweg (Schild: Klettersteig), dann über die Markierungen Nr. 1 und 2b unterhalb der Fermadaspitzen hinauf zum
Plan Ciautier.
Nun wandern wir nach Norden und steigen über ein
Schuttkar durch das
Val dla Salieries (Wasserrinnental) empor in die
Salieresscharte (2696 m) zwischen Furchetta und Sas Rigais.
Wir schlüpfen in den Gurt und gelangen über Steigspuren empor zum Beginn einer
Rinne (II), die in einen - bereits von hier aus -
gut sichtbaren, schattigen Kamin endet. Etwas unterhalb des Kamins queren wir nach links, passieren einen Stand mit zwei Normalhaken und Schlingen und erreichen ein
Podest mit einem weiteren Schlingenstand (II-III). Nun wird das Gelände wieder einfacher. Wir folgen den Steinmännchen über
loses Geröll und
leichten Kletterpassagen nach links und gelangen ansteigend auf den
Grat. Von hier geht es im Zick-Zack geradewegs über
Steigspuren und
plattige Abschnitte bergan (kaum Sicherungsmöglichkeiten). Unterhalb der Felswände ziehen wir nach rechts und steigen über
felsige Passagen empor zu einem
Felsband, das uns in die
Scharte unterhalb des Gipfels bringt (Köpfelstand). Wir klettern über einen
abdrängenden Felsvorsprung (III, Schlüsselstelle) nach rechts und dann schräg nach oben auf den
Grat mit Stand (
Podest). Nun folgen wir dem Grat steil empor (III) und erreichen über einfacheres aber
sehr ausgesetztes Gelände den Gipfel der
Furchetta auf 3025 m.
Hier genießen wir eine einsame Rast, kehren dann über den Anstiegsweg zurück in die
Salieresscharte (2696 m) und zum
Plan Ciautier. Von hier geht es über den Steig Nr. 13 zur
Regensburger Hütte (2037 m) und über den
Forstweg zurück zum Parkplatz an der
Col Raiser Talstation.
Höhen-/Klettermeter: 600 m (Zustieg v. Bergstation) + 400 m (Kletterei zum Gipfel)
Höhen-/Klettermeter: 1150 m (Zustieg v. Talstation) + 400 m (Kletterei zum Gipfel)
Gesamtgeh-/Kletterzeit: 6 bis 7 Stunden
Ausrichtung: Südwest
Schwierigkeit: III
Ausgangspunkt: Col Raiser Talstation, 1550 m
Einkehr: Regensburger Hütte, 2037 m
Versicherungen: einzelne Schlingen an geschlagenen Haken oder Sanduhren
Ausrüstung: 1 x 50 m Einfachseil, 6 Expressschlingen, Klemmkeile oder Friends, Bandschlingen, Helm
Anfahrt: Meran - Bozen - Klausen - St. Ulrich - St. Christina - Col Raiser Talstation
Von Klausen geht es ins Grödnertal bis nach St. Christina, im Dorf folgt man der Beschilderung "Col Raiser". An der Talstation der Col Raiser Seilbahn gibt es Parkplätze (gebührenpflichtig).
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Aufstieg über den Forstweg |
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Die Fermedaspitzen |
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Am Plan Ciautier: Blick auf den Anstiegsweg ins Saliereskar (links) |
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Steiler Aufstieg ... |
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... ins Wasserrinnental (Val dla Salieries) - Blick auf die Furchetta |
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Von der Scharte geht es über Steigspuren empor zum Fels: Blick auf den schattigen Kamin (Bildmitte) |
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Im einfachen Felsgelände der Furchetta, noch unterhalb des schattigen Kamins |
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Am Ausstieg der Rinne unterhalb des schattigen Kamins |
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Querung nach links |
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Wir erreichen ein Podest und ziehen links auf den Grat hinaus (Steinmännchen) |
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Blick vom Grat auf den Gipfel |
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Die nahe Sas Rigais, der Hauptgipfel der Geislergruppe |
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Zustieg auf das letzte Band |
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Aufstieg in die Scharte |
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Beinahe am Ziel - der Anstiegsweg führt rechts im Bild hinauf |
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In der Schlüsselstelle der Tour - ein abdrängender Felsvorsprung unterhalb des Gipfels - Blick zurück in die Scharte und auf das Felsband |
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Die Schlüsselstelle mit Blick auf die Sas Rigais |
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Stand auf dem Podest unterhalb des Gipfels, noch wartet eine zweite IIIer Stelle auf uns |
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Am Grat |
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Am Gipfel angekommen - Blick zurück |
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Abstieg über den luftigen Grat |
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Im Abstieg kurz vor der Scharte |
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Abstieg über Geröll und plattiges Gelände |
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Im Val dla Salieries |
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Regensburger Hütte (2037 m) und Langkofel |
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