Samstag, 27. August 2016

Antelao, 3264 m

Der anspruchsvolle Normalweg: über die "Laste" auf den König der Dolomiten

Am Gipfel des Monte Antelao, 3264 m
Seine Gestalt macht ihn von weitem unverwechselbar
Kletterstelle im oberen Bereich des Antelao
Sorapiss
Der kurze Gipfelgrat
Dunst liegt über den Dolomiten 

Aufstieg zum Rifugio Galassi (2018 m) am Vorabend: Vom Parkplatz an der Baita Sun Bar (ca. 1100 m) oberhalb von S. Vito di Cadore entweder zu Fuß oder mit dem Shuttle hinauf zum Rifugio Scotter (1580 m). Nun geht es über den Steig Nr. 229 das steile Kar der Cima Bel Pra empor, an der Weggabelung rechts und der Markierung Nr. 227 folgend zur Forcella Piccola (2120 m). Hier steigen wir etwa 100 hm zum Rifugio Galassi (2018 m), unserem Quartier für diese Nacht, ab. (von Rifugio Scotter: 540 hm; 1 1/2 bis 2 Stunden)

Nach einer lustigen, dafür aber kurzen Nacht kriechen wir aus unseren Betten. Noch ist es dunkel. Wir packen unsere Rucksäcke, setzen uns mit müden Gesichtern an den Frühstückstisch und brechen schließlich auf. Unser Ziel ist der Monte Antelao, der zweithöchste Gipfel der Dolomiten. Bereits gestern während unseres Aufstieges konnten wir seine markante Form bewundern, die ihm von weitem sein unverwechselbares Aussehen gibt.
Vom Rifugio Galassi wandern wir über den Steig Nr. 227 zur Forcella Piccola (2120 m). Nun geht es links empor in ein Schuttkar und in einem Rechtsbogen zum Fuße der Felsflanke, die östlich vom Nordgrat des Antelao abfällt. Wir folgen den roten Punkten über abschüssige Stufen und ausgesetzte Bänder hinauf zum Nordgrat und steigen nun über die "Laste" empor. Bald weisen uns Steinmännchen nach links. Über Felsbrocken, Schutt und Geröll, die vom großen Felssturz hier liegen geblieben sind, erreichen wir mühsam den oberen Abschnitt und den noch vorhandenen Gipfelaufbau. Nun geht es über eine - mit losen Steinen gefüllte - Rinne auf den Grat, über Platten und Absätze in eine kleine Scharte und über ein luftiges Felsband zu einem kurzen, abgesicherten Kamin. Über diesen gelangen wir zum Vorgipfel und in einer letzten Kletterei schließlich zum Hauptgipfel des Antelao auf 3264 m.
Am kleinen Eisenkreuz genießen wir eine aussichtsreiche Rast. Der - heute wirklich mühsame - Aufstieg wird mit einem herrlichen Panorama belohnt. Der Blick reicht weit über die Dolomiten hinaus!
Bald treten wir den Rückweg an. Er führt uns über die Laste wieder zurück zur Forcella Piccola und hinunter zum Rifugio Scotter.

Anmerkung: Der Bergsturz im Jahr 2014 hat den herkömmlichen Aufstiegsweg (Normalweg) über das Bivacco P. Cosi zerstört, große Platten unterhalb des Gipfels ins Tal befördert und die "Laste" mit Schutt, Geröll und Felsbrocken bedeckt. Das Gebiet ist nach wie vor instabil und die Steinschlaggefahr sehr hoch! Die Besteigung des Antelaos ist weiterhin gefährlich und nicht ratsam!

Höhenunterschied: 1250 hm (von Rifugio Galassi); 1800 hm (von Rifugio Scotter)
Gehzeiten: Aufstieg 3 1/2 bis 4 1/2 Stunden (von Rifugio Galassi); Abstieg 3 1/2 Stunden (bis Rifugio Scotter)
Schwierigkeit: II; eine Stelle III
Wanderkarte: Tabacco Nr. 03 Cortina d'Ampezzo e Dolomiti Ampezzane, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Brixen - Bruneck - Toblach - Cortina d'Ampezzo - San Vito di Cadore - Parkplatz Baita Sun Bar
Von San Vito di Cadore folgen wir der Beschilderung "Rifugio Scotter" zum Parkplatz an der Baita Sun Bar. Ab hier fährt ein Shuttle zum Rifugio Scotter.

Aufstieg vom Rifugio Scotter über die Steige Nr. 229 und 227; Blick auf den Monte Pelmo
Im Kar unterhalb der  Cima Bel Pra
In der Forcella Piccola, 2120 m
Kurzer Abstieg zum Rifugio Galassi, 2018 m
Sonnenaufgang
Monte Pelmo am Morgen
Aufstieg von der Forcella Piccola in einen Schuttkessel
Im Kar unterhalb des Antelao
Abschüssige Felsstufen ...  
... und luftige Felsbänder führen über die Flanke ...
... auf den Nordgrat
"Le Laste""
Der Bergsturz hat seine Spuren hinterlassen
Im oberen Teil der Laste
Über Geröll, Schutt und Felsbrocken geht es empor
Blick auf die Reste des Ghiacciaio Superiore
Über den kurzen Gipfelgrat ...
... erreichen wir den Vorgipfel
Der Antelao ist ein herrlicher Aussichtsberg
Vom Vorgipfel erreichen wir den Hauptgipfel
Blick auf die Marmolada 
Die Rundschau reicht bis zum Großglockner
Abstieg über den Gipfelaufbau
Blick zurück
Über den Anstiegsweg geht es hinunter zum Rifugio Scotter 

Kommentare:

Sina hat gesagt…

Ich freue mich schon richtig auf den Ausblick vom Gipfel :D

Schönen Gruß aus meinem Welschnofen Hotel

Rebecca hat gesagt…

Wow, tolle Bilder - da will man gleich losmarschieren!

Viele Grüße aus Bayern

Rebecca

magdalena hat gesagt…

Wenn der Antelao wieder sicher ist, solltest du auf jeden Fall rauf! :)

Viele liebe Grüße nach Bayern

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