Ein alpiner, luftiger Klettersteig am Sellastock
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Luftig und steil führt uns der Pößnecker Klettersteig nach oben |
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Gipfelkreuz des Piz Miara |
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Blick über das Sellaplateau zu den Tofanen |
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Langkofel-Blick |
Unsere heutige
Klettersteigtour führt uns in die Dolomiten. Ausgangspunkt ist das
Sellajoch (2244 m) im
Grödnertal, unser Ziel der Piz Selva, ein aussichtsreicher Gipfel des Sellastocks. Für den Aufstieg wählen wir den steilen Pößnecker Steig - eine seit 1912 bestehende Via Ferrata.
Vom Sellajoch geht es kurz abwärts ins Grödnertal, dann rechts über den Steig Nr. 649 unter den Sellatürmen vorbei zum
Einstieg des Klettersteigs (rechts von einer schwarzen Wand). Hier schlüpfen wir in den Gurt, ziehen den Helm über den Kopf und folgen dem Stahlseil steil nach oben. Nach etwa 70 Metern geht es nach rechts und über eine kurze Leiter zur
Schlüsselstelle der Via Ferrata, einem
engen, senkrechten, leicht überhängenden Kamin. Über Klammern steigen wir empor zu seinem oberen Ende, luftig auf einen kleinen, abstehenden
Felspfeiler und über eine nächste
kurze Leiter in die senkrechte Wand. Nun führt uns das Stahlseil über
Felsrisse und glatte
Absätze in einen
Schuttkessel (ca. 2700 m) und rechts über - mit roten Punkten markierte -
Schrofen empor auf eine
Hochfläche. Hier halten wir uns links, queren in den
Sattel (2726 m) zwischen Piz Ciavazes und Piz Selva und erreichen - mit herrlichen Blicken auf
Marmolada und Langkofel - eine seilgesicherte
Schlucht. Diese geht es über
gestuftes Gelände bergan zur
Holzmadonna, zum
Ausstieg des Pößnecker Klettersteiges und schließlich kurz links zum Gipfel des
Piz Selva auf 2941 m.
Am Steinmann genießen wir ein aussichtsreiche, einsame Rast.
Dann folgen wir dem Steig Nr. 649 nach links, überschreiten den
Piz Gralba (2972 m) und den
Piz Miara (2964 m) mit seinem großen Gipfelkreuz und erreichen über das
weite Sellaplateau schließlich die
Sela de Pisciadu (2908 m). Hier halten wir uns links (besser wäre rechts und Abstieg über das Val Lasties), folgen einem kurzen Klettersteig nach unten und wandern - mit Blick auf die
Pisciaduspitze - durch das
Valun di Pisciadu zur
Pisciaduhütte (2585 m). Nun geht es über den Steig Nr. 666 durch das
Val Setus zum
Dolomiten Höhenweg, über diesem zum
Grödnerjoch (2121 m) und schließlich per Anhalter zurück zum
Sellajoch (2244 m).
Anmerkung: Der Klettersteig sollte nur in trockenen Perioden und bei gutem Wetter begangen werden.
Tipp: Der Abstieg durch das Val Lasties über den Steig Nr. 647 und die Rückkehr zum Sellajoch ist kürzer und auf jeden Fall empfehlenswerter!
Höhenunterschied: 700 m
Höhenunterschied: ca. 1100 (mit Rückkehr über Grödner Joch)
Höhenunterschied: ca. 1100 (mit Rückkehr über Val Lasties)
Gesamtgehzeit: 6 bis 7 Stunden
Ausrichtung: Nordwest
Schwierigkeit: D
Wanderkarte: Tabacco Nr. 05 Gröden-Seiseralm, 1:25.000
Anfahrt: Meran - Bozen - Klausen - Wolkenstein i. Gröden - Sellajoch
Von Klausen geht es durch das Grödnertal zum Sellajoch. Am Kiosk auf der Passhöhe befinden sich einige Parkplätze.
Touren in der Umgebung: Col dala Pieres
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Über den Steig Nr. 649 erreichen wir den Einstieg der Via Ferrata |
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Einstieg in die Schlüsselstelle |
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Über Felsrisse, Absätze und Leitern geht es nach oben |
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Im Schuttkessel halten wir uns rechts ... |
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... und gelangen über Schrofen ... |
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... in ein Hochtal |
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Wir queren es nach links und gelangen zum nächsten Einstieg |
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Im Sattel zwischen Piz Ciavazes und Piz Selva |
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Aufstieg durch die Schlucht ... |
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... und über nächste gesicherte Passagen ... |
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... zur Madonna ... |
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... und zum Ausstieg der Via Ferrata |
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Am Sellaplateau - Blick auf den Piz Boe |
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Piz Selva |
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Weiter geht es zum Piz Miara (2964 m) |
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Schroffe Abbrüche, schöne Formationen |
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Über den Steig Nr. 649 erreichen wir die Sela de Pisciadu (2908 m) ... |
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... steigen über eine gesicherte Passage ins Valun di Pisciadu ab und gelangen auf das Gördner Joch; Blick auf den Piz Pisciadu |
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