Ein wunderbarer Marmorberg am Scheideweg dreier Bergtäler
 |
Die Hohe Weiße, ein Prachtberg in der Texelgruppe |
 |
Wunderschöner Anblick im Talschluss des Pfossentals: Grafspitze (links) und Hohe Weiße (rechts) |
 |
Aufstieg vom Pfossental über eine Moräne auf die Hohe Weiße |
 |
Das Roteck - der höchste Gipfel der Texelgruppe |
Eindrucksvoll ragen die Gestalten von Hoher und Kleiner Weiße im Pfossental auf und trennen es vom Zieltal im Süden und von Pfelders im Westen. Schon als Kind hat mich dieses Bild im Talschluss fasziniert und von vielen Seiten habe ich die beiden Marmorberge betrachtet und bestaunt. Heute ist die Besteigung des Höheren der beiden Gipfel zu unserem Ziel geworden.
Wir starten um 7.00 Uhr vom Parkplatz in
Vorderkaser (1693 m)
los. Es geht über den
Almenerlebnisweg an den ehemaligen Höfen
Mitterkaser,
Gamplhof und
Rableid vorbei hinein zum
Eishof (2071 m). Heute sind all diese Bauernhöfe zu bewirtschafteten Almen umfunktioniert worden. An den steilen Hängen zeugen die noch teilweise erhaltenen Steinmauern der Ackerbauterassen vom harten Leben dieser einst eigenständigen Siedlungen.
Vom
Eishof wandern wir auf dem
Meraner Höhenweg durch den sattgrünen Lärchenwald hinauf zu einer Weggabelung. Die Landschaft ist von Wasser und Eis geprägt. Über Jahrhunderte haben sie das Gestein geschliffen, zerkleinert und geformt.
An der Weggabelung folgen wir der Markierung Nr. 8 in Richtung Johannesscharte und gelangen über einen schmalen Pfad in steiniges Gelände. Bald zweigt links ein Steig zum "Eisjöchl" ab. Dieser führt uns hinauf zu einem
kleinen Gletschersee und markiert hinüber zum
Grat der Moräne. Nun steigen wir den Steinmännchen folgend steil über Schutt, Steine und Geröll empor in die
Scharte zwischen Grafspitze und Hoher Weiße.
An den Gletscherresten des kleinen
Grubenferners genießen wir einen wunderbaren Blick zu den Dolomiten und den Zillertaler Alpen, bevor es steil über
loses Geröll und
Schrofen (Steinschlag!) den steilen
Nordhang der
Hohen Weißen empor geht. Bald erreichen wir den weitläufigen Gipfel und wandern an seiner Oststeite leicht ansteigend zum schönen Eisenkreuz auf 3278 m.
Es ist herrlich hier. Alleine rasten wir an diesem schönen Fleck, blicken zum nahen
Lodner, zu
Tschigat und
Lazinser Rötelspitze, bewundern das
Roteck, die
Hohe Wilde und den
Seelenkogel. Wir erleben die
Texelgruppe heute von ihrer schönsten Seite!
Nach einer erholsamen Pause geht es mit Blick auf die Stettiner Hütte wieder hinunter zur
Scharte und über den Anstiegsweg zum
Eishof und schließlich zum Parkplatz am
Vorderkaserhof.
Höhenunterschied: 1600 m
Gehzeiten: Aufstieg 3 1/2 bis 4 Stunden, Abstieg 2 1/2 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 04 Schnalstal-Naturns, 1:25.000
Anfahrt: Meran - Naturns - Einfahrt Schnalstal - Altrateis -
Neurateis - Abzweigung Pfossental - Vorderkaserhof bzw. Gasthof
Jägerrast
Kommentare
Danke für den tollen Tourenbericht und die Fotos. Die Hohe Weisse ist schon länger ein Objekt meiner Begierde. Da ich zwar trittsicher, aber nur mässig schwindelfrei bin, kommt der Gratweg von der Stettiner Hütte für mich wohl nicht infrage. Umso erfreuter war ich, aus deinem Bericht zu erfahren, dass auch ein direkter Anstieg aus dem Pfossental möglich ist. Heute stand ich auf dem Gipfel.
Herzliche Grüsse aus meinen Alpinwanderferien aus Partschins
Uli
schön, dass du deinen Weg auf die Hohe Weiße gefunden hast. Die Gipfelfreude auf diesem herrlichen Berg ist ganz besonders! :)
Hab noch einen erlebnisreichen Urlaub!
Herzliche Grüße aus der Nähe
Magdalena