Landschaftlich ein Traum: Zwei abwechslungsreiche Gipfel im Fanes Sennes Gebiet
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Ein kurzer Klettersteig führt auf die Zehnerspitze (Bild: David K.) |
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Dolomitenfingerkraut blüht am Wegesrand |
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Wächter im Parlament der Murmeltiere |
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Seilgesichert führt der Weg von Heiligkreuz zur Kreuzkofelscharte |
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Zehner, dahinter der Neuner |
Drei Tage Dolomiten. Drei Tage im Naturpark Fanes Sennes unterwegs. Unser schon lange geplanter Kurzurlaub beginnt an der Talstation in Pedratsches. Mir vollgepackten Rucksäcken nehmen wir den Sessellift hinauf zur Bergstation an der Ütia Nagler und weiter zum Schutzhaus Heiligkreuz (2047 m) mit seiner Wallfahrtskirche.
Nun folgen wir der Markierung Nr. 7 durch den Latschenwald hinüber zu den mächtigen Dolomitenwänden des Heiligkreuzkofelmassivs und steigen auf gesichertem Steig empor zur
Ju dla Crusc (auch
Kreuzkofelscharte, 2614 m). Hier öffnet sich erstmals ein toller Blick auf das
Faneplateau, das einer Legende zufolge "Parlament der Murmeltiere" genannt wird.
Wir halten uns links und wandern anfangs nahezu eben (Nr. 7B) über blühende Berghänge, dann immer steiler über Geröll hinauf zum
Heiligkreuzkofel (auch
L'Ciaval) auf 2907 m. Hier am großen Holzkreuz legen wir unsere erste Rast ein und genießen im Beisammensein eines neugierigen Murmeltiers den Blick zu
Marmolada, Sellastock und
Peitlerkofel.
Anschließend steigen wir über den
Nordhang auf den Weg ab und folgen der Markierung Nr. 7B zum Fuße unseres nächsten Ziels: der
Zehnerspitze (auch
Sas dales Diesc). Von hier führt ein gesicherter Steig über den felsigen Grat empor zum großen Holzkreuz auf 3026 m. Das Dolomitenpanorama beeindruckt - die nahe
Neunerspitze, der
Col Bechei, der
Monte Vallon Bianco, die
Conturinesspitze und der
Piz Lavarella leuchten in der warmen Nachmittagssonne.
Nun geht es über den selben Weg wieder zurück zum Gipfelaufbau und von dort zuerst weglos nach Süden, dann mühsam den Steinmännchen folgend über Geröll, Schrofen und Gestein in die Ebene der
Piaces Fanes. Es ist der
Skitourenweg, der uns unmarkiert am Bergsee
Le Sech (2413 m) vorbeibringt. Wir orientieren uns am Col Bechei, erreichen bald den Steig Nr. 7 und über ihn schließlich die
Ücia Lavarella (2042 m) - unser Quartier für die nächsten beiden Nächte.
Höhenunterschied: 1100 m
Länge: insg. 14 km
Gesamtgehzeit: 5 bis 6 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 07 Alta Badia-Arabba-Marmolada, 1:25.000
Anfahrt: Meran - Bozen - Waidbruck - Grödner Joch - Kolfuschg - Corvara - Stern i. Gadertal - Pedratsches
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Über Schrofen und Geröll geht es abwärts |
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Den Col Bechei im Blick: über den Skitourenweg zur Lavarellahütte |
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Traumhafte Welt - der Naturpark Fanes Sennes |
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Prozession bei Heiligkreuz |
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Gipfelblick vom Heiligkreukofel: Zehner und Neuner |
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Der Heiligkreuzkofel, 2907 m |
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Teilweise ausgesetzt geht es hinauf zur Kreuzkofelscharte |
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Edelweiß blühen |
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Aufstieg zum Heiligkreuzkofel |
Kommentare
jo, es wor wunderbor. es wetter, die londschoft - a traum.
liebe grüße dir
LG, Norbert
danke für deinen lieben Kommentar :)
Der Klettersteig auf den Heiligkreuzkofel ist an sich nicht anspruchsvoll, für Hunde könnte er aber doch zum Problem werden. An einigen Passagen kann passieren, dass man ihn heben muss..
Was den Klettersteig auf den Zehner anbelangt, denke ich nicht, dass er für Hunde machbar ist. Er ist zwar nur kurz, aber doch ausgesetzt, schmal und steil. Von Pederü kann man aber auf einfachem Wege auf den Heiligkreuzkofel gelangen und über den kurzen Klettersteig auf den Zehner könnt ihr euch notfalls abwechseln :)
Ich hoffe, die Info war hilfreich für dich und ihr könnt eine tolle Woche im Gadertal verbringen. Habt einen schönen Abend.
Lg aus Meran