- Auf alten Kriegswegen -
Eindrucksvolle und abenteuerliche Gipfelwanderungen ins Reich von Fanes Sennes
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Monte Vallon Bianco, ein aussichtsreicher Gipfel mit Artilleriestützpunkt aus dem Ersten Weltkrieg |
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Eine 1915 erbaute Militärtrasse führt bis zum höchsten Punkt |
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Wunderbarer Blick über die Furcia Rossa Spitzen zum Piz Taibun |
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Blick vom Limojoch zum Piz de Sant Antone |
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Wunderschön - die Felsformationen der Dolomiten |
6.30 Uhr, Lavarellahütte: Ein Blick aus dem Fenster zeigt wolkenlosen Himmel - der Tag verspricht perfektes Bergwetter. Unser heutiges Ziel sind zwei historisch bedeutsame Gipfel, die Christoph bereits vor 14 Jahren besucht und mir viel Positives davon erzählt hat.
Nach dem Frühstück schultern wir unsere Rucksäcke und wandern über die Markierung Nr. 7-12 hinauf zur Faneshütte (2060 m) und weiter zum Limopass (auch Ju de Limo, 2174 m). Nun geht es über den Dolomiten Höhenweg (Nr. 10-11) am Limosee (2159 m) vorbei hinunter zur wunderschönen Großfanes Hütte (bewirtschaftet, 2102 m), über die Brücke und bald dahinter links den Steig Nr. 17 zu einer nächsten Weggabelung. Hier halten wir uns wieder links und folgen einem alten Militärweg mit der Markierung VB abenteurlich durch die zerfurchte Dolomitenlandschaft hinauf bis unterhalb der Furcia Rossa I. An der Abzweigung wandern wir erneut nach links, kurz aufwärts und dann hinunter in eine ausgeprägte Scharte.
Überall begegnen uns Spuren aus dem Großen Krieg. Kavernen, Schützengräben, Holzbaracken und Militärwege zeugen vom harten Leben im Gebirge. Es ist erstaunlich und heute unbegreiflich unter welchen Umständen die Männer Gipfel für Gipfel verteidigt und neu geformt haben.
Nach einer kurzen Trinkpause geht es über den - im Jahre 1915 erbauten - Steig bergan. Im Fels eingegraben führt er uns teilweise gesichert über Holzstege zu einer schmalen, exponierten Eisenbrücke und abenteuerlich weiter zum Gipfel des
Monte Vallon Bianco auf 2684 m.
Hier genießen wir das herrliche Panorama der
Dolomitenwelt und erkunden die Reste der ehemaligen Artilleriestellung.
Anschließend wandern wir auf dem selben Weg wieder zurück bis zur Abzweigung "Biwak Furcia Rossa" und steigen unschwierig auf den zweiten Gipfel des heutigen Tages, die
Furcia Rossa I (2632 m).
Nach einer kurzen Rast mit wunderbarem Blick auf die Tofanen geht es über den Anstiegsweg zurück zur
Lavarellahütte.
Für die Begehung des Monte Vallon Bianco bedarf es Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Höhenunterschied: 1100 m (von Lavarellahütte), 1500 m (von Pederü)
Länge: insg. 15,6
Gesamtgehzeit: 4 1/2 bis 5 Stunden (Start und Ziel: Lavarellahütte)
Wanderkarte: Tabacco Nr. 07 Alta Badia-Arabba-Marmolada, 1:25.000
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Ebereisblättriges Greiskraut |
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Der ehemalige Kriegssteig führt teilweise gesichert über Holzbrücken nach oben |
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Lavarellahütte (auch Ücia Lavarela), ein schöner Stützpunkt |
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Am Monte Vallon Bianco gibt es viele Reste aus dem Ersten Weltkrieg |
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Die zerfurchte Landschaft der Dolomiten |
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Furcia Rossa I, 2632 m |
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Der Blick reicht heute bis zu den vergletscherten Bergen der Zillertaler Alpen |
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Mittagsrast im Schatten |
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Bezaubernde Landschaft - die Fanes Sennes |
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Morgendliche Stimmung am Limojoch |
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Fasziniernde Steige führen nach oben |
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