Freitag, 28. August 2015

Pößnecker Klettersteig und Piz Selva, 2941 m

Ein alpiner, luftiger Klettersteig am Sellastock

Luftig und steil führt uns der Pößnecker Klettersteig nach oben
Gipfelkreuz des Piz Miara
Blick über das Sellaplateau zu den Tofanen
Langkofel-Blick
Marmolada

Unsere heutige Klettersteigtour führt uns in die Dolomiten. Ausgangspunkt ist das Sellajoch (2244 m) im Grödnertal, unser Ziel der Piz Selva, ein aussichtsreicher Gipfel des Sellastocks. Für den Aufstieg wählen wir den steilen Pößnecker Steig - eine seit 1912 bestehende Via Ferrata.  
Vom Sellajoch geht es kurz abwärts ins Grödnertal, dann rechts über den Steig Nr. 649 unter den Sellatürmen vorbei zum Einstieg des Klettersteigs (rechts von einer schwarzen Wand). Hier schlüpfen wir in den Gurt, ziehen den Helm über den Kopf und folgen dem Stahlseil steil nach oben. Nach etwa 70 Metern geht es nach rechts und über eine kurze Leiter zur Schlüsselstelle der Via Ferrata, einem engen, senkrechten, leicht überhängenden Kamin. Über Klammern steigen wir empor zu seinem oberen Ende, luftig auf einen kleinen, abstehenden Felspfeiler und über eine nächste kurze Leiter in die senkrechte Wand. Nun führt uns das Stahlseil über Felsrisse und glatte Absätze in einen Schuttkessel (ca. 2700 m) und rechts über - mit roten Punkten markierte - Schrofen empor auf eine Hochfläche. Hier halten wir uns links, queren in den Sattel (2726 m) zwischen Piz Ciavazes und Piz Selva und erreichen - mit herrlichen Blicken auf Marmolada und Langkofel - eine seilgesicherte Schlucht. Diese geht es über gestuftes Gelände bergan zur Holzmadonna, zum Ausstieg des Pößnecker Klettersteiges und schließlich kurz links zum Gipfel des Piz Selva auf 2941 m.
Am Steinmann genießen wir ein aussichtsreiche, einsame Rast.
Dann folgen wir dem Steig Nr. 649 nach links, überschreiten den Piz Gralba (2972 m) und den Piz Miara (2964 m) mit seinem großen Gipfelkreuz und erreichen über das weite Sellaplateau schließlich die Sela de Pisciadu (2908 m). Hier halten wir uns links (besser wäre rechts und Abstieg über das Val Lasties), folgen einem kurzen Klettersteig nach unten und wandern - mit Blick auf die Pisciaduspitze - durch das Valun di Pisciadu zur Pisciaduhütte (2585 m). Nun geht es über den Steig Nr. 666 durch das Val Setus zum Dolomiten Höhenweg, über diesem zum Grödnerjoch (2121 m) und schließlich per Anhalter zurück zum Sellajoch (2244 m).

Anmerkung: Der Klettersteig sollte nur in trockenen Perioden und bei gutem Wetter begangen werden.

Tipp: Der Abstieg durch das Val Lasties über den Steig Nr. 647 und die Rückkehr zum Sellajoch ist  kürzer und auf jeden Fall empfehlenswerter!

Höhenunterschied: 700 m
Höhenunterschied: ca. 1100 (mit Rückkehr über Grödner Joch)
Höhenunterschied: ca. 1100 (mit Rückkehr über Val Lasties)
Gesamtgehzeit: 6 bis 7 Stunden
Ausrichtung: Nordwest
Schwierigkeit: D
Wanderkarte: Tabacco Nr. 05 Gröden-Seiseralm, 1:25.000 

Anfahrt: Meran - Bozen - Klausen - Wolkenstein i. Gröden - Sellajoch 
Von Klausen geht es durch das Grödnertal zum Sellajoch. Am Kiosk auf der Passhöhe befinden sich einige Parkplätze.

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Über den Steig Nr. 649 erreichen wir den Einstieg der Via Ferrata
Einstieg in die Schlüsselstelle
Über Felsrisse, Absätze und Leitern geht es nach oben
Im Schuttkessel halten wir uns rechts ...
... und gelangen über Schrofen ...
... in ein Hochtal
Wir queren es nach links und gelangen zum nächsten Einstieg
Im Sattel zwischen Piz Ciavazes und Piz Selva
Aufstieg durch die Schlucht ...
... und über nächste gesicherte Passagen ...
... zur Madonna ...
... und zum Ausstieg der Via Ferrata
Am Sellaplateau - Blick auf den Piz Boe
Piz Selva
Weiter geht es zum Piz Miara (2964 m)
Schroffe Abbrüche, schöne Formationen
Über den Steig Nr. 649 erreichen wir die Sela de Pisciadu (2908 m) ...
... steigen über eine gesicherte Passage ins Valun di Pisciadu ab und gelangen auf das Gördner Joch; Blick auf den Piz Pisciadu

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