Sonntag, 17. August 2014

Muntpitschen, 3162 m - Piz Sesvenna, 3205 m - Föllakopf, 2878 m

Kälberberg - Muntpitschen - Foratridaspitze - Piz Sesvenna - Fernerkopf - Föllakopf 
Lange Gipfelüberschreitung im Sesvennagebiet

Muntpitschen, 3162 m
Blick zum Föllakopf - dem letzten Gipfel unserer Tour
Ein Bartgeier zieht seine Kreise
"Schliniger Matterhorn" wird der Muntpitschen auch genannt
Panorama der Rundtour - Kälberberg, Muntpitschen, Sesvennagipfel, Fernerkopf
Am Fernerkopf, 2953 m
Felsiger Aufstieg zum Foratridagipfel

Wolkenloser Himmel und angenehme Temperaturen empfangen uns heute in Schlinig (1738 m). Wir schultern die schweren Rucksäcke, folgen der Straße zum Dorfende, halten uns hier links, überqueren die Brücke und wandern über den Steig Nr. 10 eine markante Schneise empor. Im gleichmäßigen Tempo geht es durch den Wald hinauf zur Kälberalm (2137 m), kurz rechts zu einem Wegkreuz und über die Rossböden geradewegs empor auf den breiten Rücken des Kälberbergs. Hier empfängt uns ein königlicher Blick auf den schneeweißen Ortlergipfel. Nach einer kurzen Trinkpause wandern wir über den langen Kamm nach Westen und erreichen den felsigen Gipfelaufbau des Muntpitschen. Wir steigen den teils brüchigen, teils ausgesetzten Ostgrat nach oben, passieren zwei Holzstangen und überwinden einige IIer Kletterstellen, bevor wir am spitzen Gipfel des Muntpitschen (3162 m) stehen. Am Eisenkreuz genießen wir ein wunderbares Panorama - blicken hin zum nahen Piz Sesvenna, auf Weißkugel, Weißseespitze und Wildspitze.
Bald geht es über den Südwestgrat des Muntpitschen hinunter in eine Scharte und über Platten, Blöcke und Geröll hinauf zum Gipfel des Foratrida auf 3129 m. Von hier steigen wir kurz nach Süden ab, treffen auf den Anstiegsweg vom Avignatal und folgen ihm zum Fuße des Piz Sesvenna. Hier deponieren wir die Rucksäcke und klettern über die großen Felsblöcke des Ostgrates (I bis I+) zum Gipfel der Sesvennaspitze (3205 m). Einsam verbringen wir eine kurze, aussichtsreiche Rast, kehren in die Scharte zurück und stapfen über den kleinen Sesvennaferner abwärts. Wir queren den Gletscher unterhalb von Foratrida und Muntpitschen nach Nordwesten und steigen bald wieder sehr steil und brüchig zu einer kleinen Gratsenke am Nordgrat des Muntpitschen auf. Nun folgen wir dem felsigen Kamm in leichtem Auf und Ab zum Fernerkopf (2953 m) mit Steinmann, gelangen hinunter in die Föllascharte (2791 m) und erreichen über den nur sporadisch markierten Südwestanstieg den Föllakopf (2878 m). Bartgeier und Steinböcke, die unsere letzten Höhenmeter begleitet haben, sind verschwunden. Alleine genießen wir also diesen letzten Gipfel für heute, blicken über das Schlinigtal und unseren heutigen Tourenweg. Ein ganzes Stück liegt hinter uns!
Müde steigen wir über die markierte Nordflanke (Nr. 5b) des Föllakopf zum Sesvennasee (2634 m) ab, wandern über den Steig Nr. 5 zur Sesvennahütte (2258 m) und über den Almweg Nr. 8 zurück nach Schlinig (1738 m).   

Höhenunterschied: 2000 m
Gesamtgehzeit: 9 bis 10 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 044 Vinschgau-Sesvenna, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Schlanders - Prad - Mals - Burgeis - Schlinig
An der Dorfeinfahrt von Schlinig befindet sich ein großer Parkplatz.

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Über den Kamm des Kälberbergs gelangen wir zum Gipfelfuß des Muntpitschen
Aufstieg über den Grat - Blick zum Föllakopf
Kletterpassagen am Ostgrat des Muntpitschen
Bald haben wir unseren ersten Gipfel erreicht
Ortlerblick
Gipfelpanorama am Muntpitschen - Blick zum Piz Sesvenna
Abstieg über den Südwestgrat des Muntpitschen
Foratrida, 3129 m - Blick auf Muntpitschen, Wildspitze, Weißkugel (v. links)
Die letzten Meter zum Sesvennaspitz, 3205 m
Kurzer Abstieg über den Sesvennaferner ...
… mit Blick auf Schadler, Piz Rims und Piz Christanas
Aufstieg zur Senke am Nordgrat des Muntpitschen
Blick zurück auf Muntpitschen und Piz Sesvenna
Abstieg vom Fernerkopf in die Föllascharte (2791 m), Blick auf den Sesvennasee
Steinböcke beobachten unseren Aufstieg ...
… über die Südwestflanke des Föllakopf
Traumhaftes Panorama am Föllakopf, 2878 m - unserem letzten Gipfel
Abstieg über die Nordflanke zur Sesvennahütte, 2258 m
Abendrot an der Pforzheimer Hütte, 2256 m

Kommentare:

Daniel hat gesagt…

Wow, das sieht nach einer starken Tour aus! Phänomenale Bilder!

Melanie Hübner hat gesagt…

Ich kann Daniel nur zustimmen, das Panorama ist ja der Wahnsinn! Aber da gehört auch viel Durchhaltevermögen dazu, um solche Touren mitmachen zu können! Wir besuchen bald ein spezielles Wanderhotel und sind schon total gespannt darauf :-)
Liebe Grüße, Melanie

magdalena hat gesagt…

Danke euch beiden :) Es ist eine Bergtour in herrlicher Landschaft - und auf jeden Fall etwas für Felsliebhaber :)
Welches Wanderhotel wird es denn, Melanie?
Ich wünsch euch beiden schöne Herbstmomente!
Beste Grüße aus Meran

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