Sonntag, 1. Dezember 2013

Hintere Schöntaufspitze, 3325 m

Pistenskitour auf einen Hochgipfel im Suldental

Die Hintere Schöntaufspitze, 3325 m
Die bewirtschafete Schaubachhütte, 2581 m
Schneewechten mit Blick auf Zufallspitze und Monte Cevedale
Aufstieg über den Westgrat der Hinteren Schöntaufspitze
Gipfelblick zu Hinteren Rot- und Hinteren Schranspitze

Endlich wieder mit Skiern durch die Landschaft gleiten, das Knirschen unter den Füßen spüren und den Abfahrtspulver mit ins Tal nehmen - all das ist unser Ziel am frühen Morgen. Die Realität im Vinschgau zeigt sich dann aber anders: abgeblasene Buckel, apere Hänge und schneefreie Gebirgszüge soweit das Auge reicht. Wir disponieren also um und fahren kurzerhand nach Sulden - die Skier sollen heute nämlich nicht im Auto bleiben.
Im Talschluss (1916 m) geht es los. Der heftige Wind, der über die Bergkämme pfeift und uns die Skipiste entlang nach oben begleitet, lässt unser neues Ziel bald feststehen: es ist die Hintere Schöntaufspitze, ein einfacher Gipfel kurz oberhalb der Bergstation. 
Mit wunderbaren Blicken auf Königsspitze, Zebrú und Ortler ziehen wir an der Mittelstation vorbei und erreichen bald die bewirtschaftete Schaubachhütte (2581 m). Hier ist viel los - unsere Trinkpause ist dementsprechend kurz, wir beobachten die Karawanen, die zur Suldenspitze aufsteigen und halten uns dann links. Es geht am rechten Rand der Skipiste empor, an der Madritschhütte (bewirtschaftet, 2818 m) vorbei und hinauf ins Madritschjoch (3123 m). Herrliche Blicke ins Martelltal, auf den Schran- und Veneziakamm, auf Madritsch- und Eisseespitze, auf Cevedale und Palon de la Mare öffnen sich.
Dann ziehen wir unterhalb der Hinteren Schönaufspitze nach Nordwesten zur Bergstation und steigen rechts über den Westgrat empor auf den aussichtsreichen Gipfel (3325 m). Nahe dem kleinen Holzkreuz und der Wetterstation genießen wir ein kurzes, windiges Panorama über Südtirols Berge, kehren dann über den Grat zurück und erfreuen uns an der Pulverabfahrt abseits der Piste.

Anmerkung: Bei guter Schneelage kann die Hintere Schöntaufspitze auch von Martelltal aus begangen werden.

Tipp: Tour auf die Hintere Schöntaufspitze im Sommer --> Beschreibung: hier

Höhenunterschied: 1400 m
Aufstiegszeit: 3 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 08 Ortlergebiet, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Naturns - Schlanders - Spondinig - Prad a. Stilfser Joch - Gomagoi - Sulden
Von Spondinig geht es nach Prad und Gomagoi, dann links ab und auf guter Bergstraße nach Sulden. Im Talschluss am Skigebiet gibt es große Parkplätze.

Aufstieg von Sulden über die Skipiste
Herrliche Blicke auf die Königsspitze… 
… auf Hintergrathütte und Ortler
Abseits der Piste geht es empor zur Bergstation ...
… und einem großen Steinmann am Westgrat ...
… und über diesen - heute sehr stürmisch - 
hinauf zum Gipfel
Zufallspitzen und Langerferner
Das weite Gipfelplateau der Hinteren Schöntaufspitze
Herrliche Brenta!
Abstieg im Bann von Königsspitze, Zebru und Ortler

Kommentare:

C. K. hat gesagt…

Schöner Gipfel, kenne eich vom Sommer und wir hatten auch diesen herrlichen Blick. Mit dem Schnee scheint es bei Euch ja auch etwas rar zu sein. Hier ist der reinste Frühling!
LG, Christiane

magdalena hat gesagt…

Auch bei uns fehlt vielerorts der Schnee. Hoffen wir auf weiße Weihnachten - sonst müssen die Skier wieder in den Keller und die Bergschuhe ans Werk :)
Genieß den Abend.
Liebe Grüße aus Meran

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