Mittwoch, 11. Juli 2012

Plattenspitze, 3422 m und Schildspitze 3461 m

Nur die Gämse schauen zu - Einsame Gipfelrundtour im Martelltal 

Der Nebel gibt unser Ziel frei
Plattenspitze, Schildspitze, Mittlere Pederspitze und der Laaser Ferner
Schönes Ziel: die Vertainspitze
Weglos geht es über das Moränengelände hinunter auf den Steig Nr. 20

Unsere heutige Bergtour führt ins wunderschöne Martelltal. Ziel sind zwei aussichtsreiche Gipfel an der Grenze zum Laaser Gemeindegebiet mit wunderbarem Blick auf den Laaser Ferner und seine Berge. 
An der Enzianhütte (2051 m) stellen wir das Auto ab, wandern ein kleines Stück die geteerte Straße talauswärts und biegen bald links ab. Es geht an der Enzianalm (2061 m) vorbei und gleich hinter der Hütte steil durch den Wald hinauf in Richtung "Plattenspitz". An der Weggabelung halten wir uns links, folgen der Markierung Nr. 20 durch das Pedertal und überqueren bald den wild rauschenden Pederbach. Kurz hinter der Brücke weist erneut ein Schild nach links. Nun führt uns der Steig Nr. 20b mal steiler, mal flacher über die bunt blühenden Berghänge hinauf in steiniges Gelände. Wir sind alleine unterwegs, begleitet werden wir nur von neugierigen Gämsen und zähem Hochnebel, der sich leise durch die Landschaft schiebt.
Über Platten, Schutt und Geröll nähern wir uns dem Gipfel, erreichen bald den Westgrat der Plattenspitze und über diesen das Steinmännchen am höchsten Punkt (3422 m). Der Blick auf den Laaser Ferner, auf Vertainspitze und Hohem Angelus ist fantastisch, die Sicht auf Cevedale, Suldenspitze und Dreigestirn leider nebelverhangen.
Nach einer kurzen Rast setzen wir unsere Wanderung fort. In leichter Kletterei - mal unterhalb, mal auf dem Grat gelangen wir zum Schildjoch (3392 m) und anschließend empor zur Schildspitze auf 3461 m. Nun steigen wir über den Ostgrat ab und suchen nach Steinmännchen oder Wegmarkierungen. Vergebens. In der Scharte zwischen Mittlerer Pederspitze und Schildspitze geht es also weglos über Schutt und Geröll abwärts in eine Ebene. Gletscher-Petersbart und Stengelloses Leimkraut sind hier die einzigen Pflanzen, die immer wieder das Grau des Moränengeländes durchbrechen und ihm Farbe und Abwechslung geben.
Bald treffen wir auf Steinmännchen, folgen diesen mit Blick auf Veneziaspitzen und Zufrittspitze hinunter zum Steig Nr. 20 und erreichen die Weggabelung am Pederbach. Nun wandern wir über den Aufstiegsweg zurück zur Enzianalm und dem Parkplatz nahe der Enzianhütte.

Tipp: Eine schöne Firntour für den Winter --> Skitour auf die Plattenspitze

Höhenunterschied: 1500 m (inkl. Gegenanstieg)
Länge: insg. 15 km
Gesamtgehzeit: 4 1/2 bis 5 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 045 Latsch-Martell-Schlanders, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Naturns - Latsch - Goldrain - Martelltal
Von Goldrain geht es bis zum Talschluss ins hinterste Martelltal. Nahe der Enzianhütte gibt es genügend Parkplätze (gebührenpflichtig!).

Das einsame Pedertal
Abstieg von der Schildspitze mit Blick auf Laaserspitze und Jennwand
Pionier der Moränenlandschaft: Der Gletscher-Petersbart
Über den Grat gelangen wir zur Schildspitze 
Kurzer Abstecher zur Lacke, einem kleinen Bergsee
Blick auf den wunderschönen Veneziakamm
Der Aufstieg zur Plattenspitze führt an einem Hochmoor vorbei
Im Schildjoch mit Blick auf die Schildspitze und den Hohen Angelus

Kommentare:

katharina hat gesagt…

Mah, wunderschian wiedermol! Der Peter hit schun mear bort, als der christoph :) schönen Abend Schwesterle!

magdalena hat gesagt…

und dor sell isch zudem no roat ;)
dir a schwesta!

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