Samstag, 28. Juli 2012

Piz Cunturines, 3064 und Piz Lavarela, 3055 m

Lohnende Gipfelüberschreitung im sagenumwobenen Fanes

Der Räthische Mohn begleitet den Aufstieg zum Joch
Leitern und Drahtseile führen auf den Piz Cunturines (Bild: David K.)
Am Gipfel des Piz Cunturines, dem höchsten Berg des Fanestal
Steil ist der Weg vom Joch zur Scharte unterhalb des Piz La Varella
Dunkle Gewitterwolken türmen sich über dem Westgipfel der La Varella
Um 7.30 brechen wir auf. Unsere heutige Tour führ uns von der Lavarellahütte auf zwei aussichtsreiche Dreitausender - den Piz Cunturines und den Piz Lavarela - und anschließend hinunter zur Schutzhütte Heiligkreuz.
Von der Ücia Lavarela (2043 m) wandern über den Steig Nr. 7-12 hinauf zur Faneshütte (2060 m) und weiter zum Limopass (auch Ju de Limo, 2174 m). Nun geht es am Limosee (2159 m) vorbei hinunter zur idyllischen Großfanes Hütte (bewirtschaftet, 2102 m) und über den Dolomiten Höhenweg (Nr. 10-11) bis kurz vor das Tadegajoch (2157 m). Hier zweigt rechts ein schmaler Steig ab, der uns durch das wunderschöne Lavares- oder Cunturinestal empor zum kleinen Cunturinessee (2518 m) bringt. Immer wieder beobachten wir die heimischen Murmeltiere, die geschäftig ihre Pflicht erfüllen.
Wir folgen der Markierung weiter zum Joch (2888 m), blicken hinunter auf St. Kassian und wandern südwärts über Geröll zum unverkennbaren Gipfel der Cunturinesspitze. Nun geht es über Leitern und Seilsicherungen hinauf und über den luftigen Grat zum kleinen Holzkreuz auf 3064 m. 
Die Gipfelrast ist kurz. Dunkle Wolken und das erste Donnergrollen über dem Sellastock lassen uns zügig absteigen und den Weg über das Joch zum Südhang der Lavarellaspitze fortsetzen. Wir folgen den Serpentinen steil über Geröll empor in ein Felsband und erreichen über eine Rinne die kleine Scharte zwischen Westgipfel und Hauptgipfel des Piz La Varella. Mit den ersten Regentropfen überschreiten wir den Grat und machen einen kurzen Abstecher zum höchsten Punkt auf 3055 m. 
Nun beginnt es heftiger zu regnen, das aufziehende Gewitter lässt uns zügig absteigen. Es geht über die Nordseite teils über Schrofen, teils in leichter Kletterei hinunter in die Forcela de Medesc (auch Lavarela-Joch, 2533 m) und durch das Val de Medesc abwärts zur ersten Weggabelung. Hier halten wir uns rechts und wandern durch den Wald zur Wallfahrtskirche Hl. Kreuz.
Hier schließt sich der Kreis unseres wunderschönen Kurzurlaubes im Fanes-Sennes Gebiet. Wir nehmen den Sessellift zurück nach Pedraces/Abtei und genießen die Erinnerungen an Heiligkreuzkofel und Zehner, an Monte Vallon Bianco und Furcia Rossa und an die beiden Dreitausender des heutigen Tages.

Höhenunterschied: 1500 m (von Lavarellahütte, inkl. Gegenanstieg nach Hl. Kreuz)
Länge: insg. 17,5
Gesamtgehzeit: 6 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 07 Alta Badia-Arabba-Marmolada, 1:25.000

Wunderschöner Abstieg durch das Val de Medesc
Unverkennbar: die Gestalt der Cunturinesspitze
Blick zurück: die Lavarellaspitze vom Medesc-Joch aus
Der Piz Taibun am Aufstieg durch das Cunturinestal
Wunderschöne Karstformationen in der Dolomitenlandschaft
Der kleine Cunturinessee ist heute leider ohne Wasser
Aufstieg durch die Dolomitenfelsen auf das Joch
Da wird diskutiert :)
Mit Blick auf den Piz de Medesc geht es über die felsige La Varella-Nordseite bergab

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