Freitag, 20. August 2010

Piz Starlex, 3076 m

Eine Grenzwanderung der Superlative: Landschaftlich abwechlungsreich mit wunderschönen Ausblicken

Heute geht es in den Obervinschgau - ins wunderschöne naturbelassene Avignatal bei Taufers im Münstertal nahe der Schweizer Grenze.
An der Brücke etwas unterhalb der Mangitsalm (auch Mangitzeralm, 1836 m) parken wir und wandern im Sonnenschein taleinwärts (Forstweg, Nr. 1). Gemütlich geht es an der Almhütte vorbei bis zu einer Abzweigung und links über den schmalen Steig Nr. 4 durch den Wald hinauf zur kleinen Starlexhütte (2119 m). Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Chavalatschkamm und den Ortler, der sich dahinter in den Himmel schiebt. Nun führt uns die Markierung teils weglos über die Bergheiden geradewegs empor und nach der Begegnung mit einer jungen Kreuzotter queren wir die Hänge hinüber in ein Joch mit Wegweisern und gelangen über Steigspuren und Geröll empor in eine steile Felsrinne. Durch diese geht es über Dolomitenschutt, Blockwerk und Felspartien mühsam hinauf in eine Scharte am Südwestgrat des Piz Starlex und rechts unschwierig weiter zum weiten Gipfelplateau mit dem großen Holzkreuz auf 3076 m.
Hier genießen wir einen tollen Ausblick - auf der einen Seite leuchtet das helle Gestein der Engadiner Dolomiten, auf der anderen Seite glänzen die dunklen Felsgestalten der Sesvennaberge und der Ortlergruppe.

Nach einer gemütlichen Gipfelrast steigen wir durch die Steilrinne ab und gelangen weglos in die Fuorcla Starlex (2631 m) am Fuße des Piz Urtiola, wo sich auf Schweizer Seite ein kleiner Bergsee befindet. Während Lia und unsere Füße ein kaltes Bad genießen - es ist ja auch schon fast Tradition :) - tummelt sich ganz in unserer Nähe ein eifriger Berghase.
Anschließend geht es über die Stierbergalpe (Steig Nr. 4) hinunter zur kleinen Stierberghütte (2176 m) und nach einem netten Ratscher mit dem Hirten Otto, der hier mit 82 Stück Galtvieh den Sommer verbringt, wandern wir auf dem Steig Nr. 3 steil hinunter zum Forstweg und über diesen zum Ausgangspunkt zurück.

Achtung auf Steinschlag in der Steilrinne! Das Lostreten des Gerölls lässt sich kaum vermeiden.

Höhenmeter: 1300 m
Länge: insg. 12 km
Gehzeiten: Aufstieg 3 bis 3 1/2 Stunden, Abstieg 2 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 044 Vinschgau-Sesvenna, 1:25.000
Dabei waren: Lia, Fiona, Roman, Christoph und Magdalena

Anfahrt: Meran - Naturns - Schlanders - Schluderns - Glurns - Taufers im Münstertal - Avignatal
Von Taufers im Münstertal geht es auf schmaler Straße ins Avignatal bis zum Durchfahrtsverbotsschild kurz vor der Mangitzeralm (auch Mangitsalm). Nahe der Brücke gibt es Parkmöglichkeiten.

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