Freitag, 22. August 2014

Breithorn, 4164 m

Breithorn-Westgipfel und Breithorn-Mittelgipfel: Die Einsteiger der Monte-Rosa-Durchquerung

Blick vom Breithorn-Westgipfel auf Breithorn-Mittelgipfel und Liskamm (links)
Liskamm, Pollux, Castor (von links)
Blick nach Zermatt, auf Dom, Täschhorn, Alphubel und Rimpfischhorn
Spalten am Großen Verragletscher

Ein schon lange geplanter Kurzurlaub beginnt, als wir mit der Klein-Matterhorn-Bahn von Zermatt (1616 m) zur höchsten Bergstation Europas (3820 m) schweben. Über 2000 Höhenmeter legen wir im Eiltempo zurück, bevor wir am Glacier Paradise aus der Gondel steigen - keine allzugute Voraussetzung für unsere Akklimatisation.
Nach einem kurzen Abstecher auf das Klein Matterhorn (3883 m), dessen Gipfel über einen Aufzug erreichbar ist, starten wir unsere eigentliche Tour: die Monte-Rosa-Durchquerung (auch Spaghettitour). Unser heutiges Ziel ist das Breithorn, ein fünfgipfeliger Eisklotz über dem Talschluss von Zermatt.
Von der Bergstation am Klein-Matterhorn folgen Christoph, Helli, Christine und ich der Skipiste leicht absteigend zum Breithornplateau, ziehen hier nach Osten zum Breithornpass (3824 m) und stapfen über den immer steiler werdenden Südwesthang (bis 35°) empor zum Westgratrücken. Hier halten wir uns rechts (östlich) und erreichen den Hauptgipfel des Zermatter Breithorn auf 4164 m. Kühl und windig ist es hier! Dennoch genießen wir unseren ersten 4000er, blicken auf das imposante Matterhorn, auf den Liskamm, das Zinalrothorn und die Weisshorngruppe. 
Anschließend folgen wir dem Firngrat nach Osten, steigen etwa 100 Meter in einen Sattel ab und erreichen über den verwechteten (!) Westgrat den Breithorn-Mittelgipfel (4159 m). Mittlerweile ist dichter Nebel aufgezogen. Unsere anfängliche Überlegung auch die Breithornzwillinge zu besteigen verfliegt somit und wir kehren zügig zurück in den Sattel. Von hier geht es über die Gletscherhänge geradewegs hinunter auf den Großen Verraferner, durch Spaltenzonen unterhalb des Breithornkammes nach Osten zum Bivacco Rossi e Volante, in einem kurzen Anstieg zum Gipfelfuß des Pollux und bald in einem Rechtsbogen zum Rifugio Guide d'Valle d'Ayas (3425 m). Diese kleine Schutzhütte im Aostatal ist unser Stützpunkt für die erste Nacht auf der Spaghettitour.

Tipp: Die Tour auf die Breithörner eignet sich gut zur Akklimatisierung bei einem längeren Aufenthalt im Monte-Rosa-Gebiet. 

Anmerkung: Auch wenn die Besteigung des Breithorn Westgipfel zu den einfachen 4000er Touren der Alpen zählt, sollte der Berg aufgrund seiner Höhe nicht unterschätzt werden.
Die Hütten sollten unbedingt vorgemerkt werden!

Höhenunterschied: 500 m (von Klein-Matterhorn-Bergstation bis Gipfel)
Gehzeiten: Aufstieg bis Gipfel 1 bis 1 1/2 Stunden,
Gehzeiten: Abstieg bis Rifugio d'Ayas 1 1/2 bis 2 Stunden
Wanderkarte: Landeskarte der Schweiz, Nr. 1348 Zermatt, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Trient - Brescia - Mailand - Lago Maggiore - Simplonpass - Brig - Visp - Zermatt

Zermatt - ein kleines Bergdorf voller Berg-Touristen
Der König: das Matterhorn
Blick auf die Berge des Berner Oberlandes
Das Breithorn - unser erster Gipfel auf der Monte-Rosa-Durchquerung
Blick über den Großen Verragletscher
Liskamm, Pollux, Castor - wunderschöne Berge!
Am Gipfel des Breithorn-Westgipfel (4164 m)
Abstieg über den Ostgrat in einen Sattel, Blick auf den Westgrat des Breithorn-Mittelgipfel
Breithorn-Mittelgipfel. 4159 m
Sein Westgrat ist stark verwechtet, Blick auf die Breithorn-Zwillinge
Abstieg im Nebel
Es geht über den Verragletscher bis zum Gipfelfuß des Pollux (links) ...
… und in einem Rechtsbogen zum Rifugio Guide d'Valle d'Ayas (3425 m)

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