Sonntag, 18. August 2013

Schwarzenstein, 3368 m

Der Klassiker im Ahrntal - Eine lange Bergtour in wunderschöner Landschaft

Nebel am Gipfel des Schwarzenstein, 3368 m
Abstieg über den Schwarzensteinkees
Tiefblicke durch den Kamin
Die Schwarzensteinhütte (2922 m) ist die höchste Schutzhütte des Ahrntals
Eine Bergtour in herrlicher Landschaft
Blicke zu Floitenspitze und Löffler

Die ersten Sonnenstrahlen begrüßen uns, als wir am Gasthaus Stallila (1472 m) oberhalb von St. Johann im Ahrntal aus dem Auto steigen. Unser Ziel ist der Schwarzenstein, ein wunderschöner Berg mit einem kleinen Gletscher am Hauptkamm der Zillertaler Alpen. 
Mit schweren Rucksäcken geht es los. Wir folgen teils dem Forstweg, teils dem abkürzenden Steig (Nr. 23) durch das Rotbachtal aufwärts und wandern an der kleinen Ortneralm und der Schnöllberg Alm (bewirtschaftet, 1650 m) vorbei hinauf zur bewirtschafteten Daimer Hütte (1872 m). Von hier geht es steiler über die felsdurchsetzten Grashänge empor in die Mornänenlandschaft des Rotbachkees. An einer Weggabelung mit Bank legen wir eine kurze Trinkpause ein, blicken zu den Rieserferner Bergen und auf den nahen Kreuzkofel. 
Anschließend folgen wir der Markierung zum Einstieg des "Kamin", erklettern diese gesicherte Felsverschneidung über Leitern und an Fixseilen (Steinschlag!) und gelangen über Blockwerk zur  aussichtsreichen Schwarzensteinhütte (2922 m). Es ist die höchstgelegene Schutzhütte des Ahrntales, die noch in diesem Winter an einer höheren Stelle neu aufgebaut wird. Der Blick auf die Westliche Floitenspitze und den Großen Löffler sind von hier wunderbar!
Nach einem netten Gespräch mit der Wirtin steigen wir über das steile Moränengelände und einen breiten Firngrat empor zum Felsköpfl (3235 m). Hier schlüpfen wir in die Gletscherausrüstung, halten uns links und wandern - im herrlichen Panorama von Mörchner und Zillertaler Berge - über den  flachen Schwarzensteinkees zum Gipfelaufbau. Nun geht es rechts am Ostgrat über Blockwerk empor zum schönen Eisenkreuz des Schwarzenstein auf 3368 m. 
Es ist schnell gegangen - der aufziehende Nebel hat uns erreicht und so genießen wir nur zeitweise die Sicht auf die herrliche Bergwelt um uns. Nichts desto trotz verbringen wir eine lustige Gipfelrast und treten bald den Rückweg an. Er führt uns über das Felsköpfl zurück zur Schwarzensteinhütte und schließlich über den Kamin wieder hinunter ins Tal.

Anmerkung: Auch wenn einige Bergsteiger ohne Seil den Schwarzensteinkees überqueren, warnen die Hüttenwirte vor Spalten am Gletscher.
Der teilweise gesicherte Auf- und Abstieg über den Kamin verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Es gibt auch die Möglichkeit über den Gletscherweg und die Reste des Rotbachkees zur Schwarzensteinhütte aufzusteigen.

Höhenunterschied: 1900
Gehzeiten: Aufstieg 4 bis 5 Stunden
Gehzeiten: Abstieg 3 bis 4 Stunden 
Wanderkarten: Tabacco Nr. 036 Sand in Taufers, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Brixen - Bruneck - Sand i. Taufers - Luttach - St. Johann - Gasthof Stallila
Von Bruneck geht es nach St. Johann i. Ahrntal. In der kleinen Ortschaft zweigt links eine Bergstraße ab (Beschilderung) und führt hinauf zum Gasthof Stallila. Hier gibt es Parkmöglichkeiten.


Anfangs führt uns der Aufstieg über einen Feldweg ...
... und schließlich steil über felsdurchsetzte Grashänge empor
Blick über den Kreuzkofel zu den Rieserferner Bergen
Aufstieg durch die Moränenlandschaft des Rotbachkees, rechts der Einstieg zum Kamin
Die Felsverschneidung ist steil ...
... und mit Leitern und Stahlseil abgesichert
Das Einblütige Hornkraut wächst am Wegesrand
Von der Schwarzensteinhütte geht es empor zum Felsköpfl (rechts)
Aufstieg über Firnfelder ...
... zum Schwarzensteinkees mit Blick auf den wunderschönen Mörchner
Spalten am Ferner
Im Seil geht es zum Gipfelaufbau des Schwarzenstein
Gipfelblick zu den Zillertaler Alpen
Der Abstieg führt wieder über den Kamin
Wunderbare Ausblicke ...
... begleiten uns talaus

Kommentare:

Bente hat gesagt…

Liebe Magdalena,
nun bin ich aber fertig - 1900 rauf und runter - gut einige Leitern - aber das hätte ich auch früher nicht an einem Tag geschafft - und das ist Standard - also ich glaube das ist nur Standard für durchtrainierte Bergziegen :-)

Wieder schöne Bilder mit faszinierendem Blick auf den Ferner, gute Beschreibungen - eben gehobener Standard - bei dir !

Liebe Grüße - Monika mit Bente

C. K. hat gesagt…

Hallo Magdalena,
das sieht wirklich gut aus! Eine wunderschöne Bergtour. Diese Gegend kenne ich noch nicht, wäre mal Neuland - die Alpen sind eben groß ;)
LG, Christiane

magdalena hat gesagt…

Danke für eure lieben Kommentare :)
Der Schwarzenstein ist wunderschön! Ein Berg zum Wiederkommen!
Erholsames Wochenende wünsch ich euch.
Viele Grüße

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