Sonntag, 7. Juli 2013

Becher, 3195 m und Wilder Freiger, 3418 m

Ein aussichtsreicher Firngipfel und das höchste Schutzhaus Südtirols am größten Gletscher der Stubaier Alpen

Der Wilde Freiger (3418 m) vom Signalgipfel aus
Der Becher und das Becherhaus, die höchste Schutzhütte Südtirols (3195 m)
Der Aufstieg über die Becher-Südflanke führt über einen gut markierten Weg 
Wunderbarer Gipfelblick vom Wilden Freiger auf Weißwand, Tribulaun und Stubaier Alpen
Maria im Schnee - eine der höchstgelegenen Bergkirchen im Becherhaus
Morgendlicher Aufstieg zum Becher: Blick auf den noch zugefrorenen Übeltalsee

Teplitzer Hütte, 5.30 Uhr: Nach einem schnellen Frühstück brechen wir auf. Unsere Ziele sind der Becher, auf dem das höchste Schutzhaus Südtirols steht und der Wilde Freiger, ein freier, teils vergletscherter Hochgipfel in Ridnaun. 
Von der Hütte folgen wir dem - heuer noch schneebedeckten - Steig Nr. 9 nach Osten, überqueren den Gamsberggraben und überwinden einige seilgesicherte Passagen an glatten, bereits ausgeaperten Felsplatten. Nahezu eben führt uns dieser Karl-Vogl-Weg über den Übeltalsee (auch Vogelhüttensee) hinweg ins Moränengelände des Übeltalferners und bald erreichen wir den Ausläufer des Gletschers mit Blick auf unser Ziel. In der ruhigen Morgendämmerung erscheint die Landschaft geheimnisvoll. Nur langsam färbt sich die Umgebung, erhält ihren ursprünglichen Ton und befreit sich aus dem Dunkel der Nacht. Wir queren den Gletscherrest und steigen hinauf zur Südflanke des Becher-Gipfels. Nun geht es steil - über Felsen und Geröll - den teilweise seilgesicherten Steig empor  zum aussichtsreichen Becherhaus auf 3195 m. Das herrliche Panorama hier, das diesen Ort schon als alleiniges Ziel lohnend macht, lässt uns kurz verweilen. Wir blicken hinüber zum mächtigen Botzer und auf die Krapfenkarspitze - unser gestriges Ziel - schauen auf die Müllerhütte, den Wilden Pfaff und das Zuckerhütl und erkennen die Hofmannspitze und den Sonklar.
Bald steigen wir über den Nordgrat zur Becherscharte (3156 m) ab und erreichen - teils über den Gletscherrand, teils über den scharfen, mitunter gesicherten Blockgrat - den Signalgipfel mit Messstation (3393 m). Nun geht es über den schneebedeckten Südgrat empor zum Wilden Freiger auf 3418 m. Am Gipfel genießen wir eine herrliche Rast in der Sonne. Es ist eine 360° Rundschau der Extraklasse: Stubaier, Zillertaler und Ötztaler Alpen, Ortlergruppe und Dolomiten ...
Nach einer ausgiebigen Pause steigen wir über den Signalkopf wieder zum Becherhaus ab, besichtigen die kleine Kapelle Maria im Schnee - eine der höchstgelegenen Bergkirchen in den Alpen - und stärken uns anschließend gemeinsam mit Mirjam und Tom an einer wunderbaren Knödelsuppe. Dann wandern wir über den Anstiegsweg zurück zur Teplitzer Hütte, folgen der Markierung Nr. 9 zur Grohmannhütte und weiter hinunter zur Aglsbodenalm. Hier lassen wir den wunderbaren Tourentag in netter Gesellschaft ausklingen, bevor wir über die Burkhardklamm (Nr. 8) zum Parkplatz am Bergbaumuseum in Innerridnaun zurückkehren.

Höhenmeter: 1200 m (zur Teplitzer Hütte), 830 m (von Teplitzer Hütte zum Wilden Freiger)
Höhenmeter: 2000 m Abstieg (zum Parkplatz am Bergbaumuseum)
Gehzeiten: Aufstieg 3 1/2 Stunden (bis Teplitzer Hütte); 
Gehzeiten: + 2 bis 2 1/2 Stunden (bis Becherhaus); 
Gehzeiten: + 1 Stunde (weiter zum Gipfel)
Gehzeiten: Abstieg 4 1/2 bis 5 Stunden (vom Gipfel ins Tal)
Wanderkarte: Tabacco Nr. 038 Sterzing-Stubaier Alpen, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Brixen - Sterzing - Stange - Ridnaun - Maiern - Parkplatz im Talschluss
Von Meran geht über die MeBo nach Bozen, weiter durch das Eisack- und Wipptal nach Sterzing und über eine gute Bergstraße nach Innerridnaun. Im Talschluss am Bergbaumuseum gibt es Parkplätze.

Der Tag erwacht über der Teplitzer Hütte
Der Steig zum Becher ist teilweise seilgesichert
Blick zu Feuersteine, Aglsspitze und Schneespitze
Teils in Blockkletterei ... 
... teils auf einem gesicherten Steig geht es vom Becherhaus zum Signalgipfel
Gipfelblick über den Übeltalferner zum Becher und zum Botzer
Der Abstieg vom Gipfel zum Signalkopf mit Messstation ist schneebedeckt
Gut angelegt ist der Weg über den Nordgrat zum Becherhaus
Abstieg über die Becher-Südflanke ...
... und dem Ausläufer des Übeltalferners ...
... zum Übeltalsee ...
... zurück zur Teplitzer Hütte
Eine Alternativroute von der Aglsbodenalm zum Parkplatz bietet die wunderschöne Burkhardklamm

1 Kommentar:

Linda W. hat gesagt…

wow- you captured some beautiful mountain photos!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...