Sonntag, 16. September 2012

Schneebiger Nock, 3358 m

Auf das "Ruthnerhorn" - Eine Hochtour in wunderschöner Landschaft

Der Schneebige Nock ist der zweithöchste Gipfel der Rieserferner Gruppe
Mächtig: Hochgall und Wildgall
Der Nordgrat präsentiert sich heute angezuckert
Eine gesicherte Passage befindet sich unterhalb des Firnfeldes
Blockwerk und Moränengelände, das Firnfeld und der Nordgrat
Ausgangspunkt unserer heutigen Hochtour ist die kleine Ortschaft Rein im Tauferer-Ahrntal (1591 m). Das Ziel ist der zweithöchste Berg der Rieserfernergruppe: der Schneebige Nock, auch "Ruthnerhorn" genannt - ein aussichtsreicher, teilweise vergletscherter Gipfel hoch über der Kasseler Hütte.
Gemütlich geht es los. Wir wandern über den Feldweg (Nr. 8), dann über den schmalen Steig durch den Wald hinauf zur Kasseler Hütte (2276 m). Der Himmel ist wolkenlos, die Umgebung ruhig und einsam. Vom Schutzhaus folgen wir der Markierung Nr. 1 unterhalb des Tristennöckls in die Schlucht des Tristenbaches, überqueren die Brücke und erreichen über die angezuckerten Hänge eine Weggabelung. Der Herbst ist eingekehrt und hat die Berge mit seinen Farben verzaubert. Gelb leuchten die Gräser, weiß die Gipfel - er hat zum ersten Mal Schnee mitgebracht.
An der Weggabelung halten wir uns links und steigen über Moränengelände und Blockwerk hinauf zum felsigen Nordgrat. Hier führt uns die Markierung über Geröll und Felstrümmer - stellenweise in leichter Kletterei - zu einer gesicherten Passage und weiter zum Ausläufer des Schneebigen-Nock-Ferner. Wir stapfen durch den Schnee bergan, erreichen wieder den Grat und überwinden einige luftige Passagen zum Vorgipfel. Von hier geht es unschwierig zum höchsten Punkt des Schneebigen Nocks auf 3358 m.
Alleine genießen wir das herrliche Panorama am wunderbaren Eisenkreuz, blicken hinüber zu Magerstein, Hochgall, Schwarzer Wand und Windschar. Sogar die Marmolada, die Tofanen und die Civetta sieht man!
Nach einer sonnigen Rast treten wir den Rückweg an.
Unser Vorhaben über den Ostgrat abzusteigen verschieben wir aufgrund der vereisten Verhältnisse. Wir kehren somit über den Aufstiegsweg zurück, machen einen Abstecher zum wunderschönen Malersee (2501 m) und stärken uns mit wunderbaren Pfandlnudeln auf der Kasseler Hütte (2276 m). Anschließend geht es über die Markierung Nr. 8 zum Parkplatz an der Säge (1591 m) zurück.

Achtung: Wenn der Ausläufer des Schneebigen-Nock-Ferners blank ist, können Steigeisen notwendig sein!

Höhenunterschied: knapp 1800
Gehzeiten: Aufstieg 4 bis 5 Stunden
Gehzeiten: Abstieg 3 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 035 Ahrntal-Rieserferner Gruppe, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Bozen - Brixen - Bruneck - Sand i. Taufers - Rein i. Taufers - Parkplatz am Gasthof "Säge"
Von Sand i. Taufers geht es rechts ins Reintal bis nach Rein. Vor der Ortschaft führt rechts eine Straße zum Parkplatz an der Jausenstation "Säge".

Wundebare Blicke auf Magerstein und Fernerköpfel
Der kurze Abstecher zum traumhaften Malersee lohnt sich!
Abstieg mit Blick auf die Berge des Ahrntals
Kletterei am Nordgrat mit Tiefblick auf den Schneebigen Nock Ferner
Am Morgen ist das Ziel noch in weiter Ferne
Gletschersee am Aufstiegsweg
Atemberaubende Blicke zum Höchsten der Rieserferner Berge
Über Moränengelände geht es empor
Das Firnfeld kann bei Blankeis Steigeisen erforderlich machen
Steinwüste
Der Herbst hat den Schnee mitgebracht

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