Samstag, 8. Oktober 2016

Hoachwool-Klettersteig

Langer, anspruchsvoller Klettersteig mit wunderschöner Routenführung entlang des alten Schnalser Waals

Der Hoachwool-Klettersteig
Ausgesetzte, kräfteraubende Passagen machen den Klettersteig aus
Eine luftige Drahtseilbrücke führt über den Schnalser Bach
Der Klettersteig führt teilweise über das alte Schnalser Waalsystem
Im zweiten Abschnitt begehen wir eine  Lärchenholzrinne
Vom Vinschger Bauernladen (570 m) wandern wir über den schmalen Steig links des Schnalserbaches (Beschilderung) zum Klettergarten Juval und weiter zum Einstieg des "Hoachwool"-Klettersteiges. Nun geht es über erste Gneispassagen und einen ausgehackten Pfad am Stahlseil hinauf zur atemberaubenden Drahtseilbrücke, die uns über den Schnalser Bach auf die andere Talseite bringt. Wir steigen über griffige Felsen empor und erreichen über  den "Verbotenen Steig" (Geh- und Steiggelände) die Leiter an der 11er-Platte (letzte Umkehrmöglichkeit!). Hier verlief ursprünglich die Grenze der Streckenabschnitte, welche die beiden Waaler zu kontrollieren hatten. Auch heute noch sind Reste des alten Waals sichtbar - es ist staunenswert, in welch unwegsamen Gelände sie ihre Arbeit verrichten mussten.
Von der Leiter führt uns der Klettersteig nun luftiger über Eisenstifte und Lärchenholzrinnen zu einem sehr ausgesetzten, glatten Wandpfeiler und über diesen empor zu einem Rastplatz (ca. 900 m) mit zwei kleinen Bänken. Der Blick auf die Ortlergruppe und das Schloss Juval sind schön von hier! Nach einer kleinen Aussichtspause wandern wir über einen schmalen Steig zum letzten Abschnitt der Ferrata und folgen bald wieder dem Stahlseil nach oben. Wir steigen senkrecht über  das gestufte Felsgelände auf eine Rampe, gelangen zu einer steilen, glatten Wandpassage und erreichen über eine zweite Leiter eine Grotte mit Steigbuch und kleinem Schraubenkreuz im Gestein. Von hier geht es - noch einmal kräfteraubend - über Platten, Kanten und Verschneidungen zum Ausstieg des "Hoachwool"-Klettersteiges (1130 m).
Wir befreien uns von Gurt und Helm und folgen den roten Punkten am Zaun entlang zum Patleideregger-Kirchweg, der von Naturns nach Unterstell führt. Über diesen wandern wir bergab,  halten uns noch vor der Talstation der Seilbahn rechts (Beschilderung: Hoachwool) und gelangen zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen zurück.

Anmerkung: Der Klettersteig erfordert Kraft und eine gute Kondition. Vor allem im Sommer kann es dort sehr heiß sein!
Es gibt die Möglichkeit über die alte Schnalser Straße in den "Hoachwool" einzusteigen und somit die Begehung der Drahtseilbrücke auszusparen. 

Höhenunterschied: 650 m
Gesamtgehzeit: 3 bis 4 Stunden
Ausrichtung Klettersteig: Südwest
Schwierigkeit: D
Wanderkarte: Tabacco 05 Schnalstal-Naturns, 1:25.000

AnfahrtMeran - Naturns - Parkplatz am Vischger Bauernladen kurz nach der Kreuzung ins Schnalstal

Vom Vinschger Bauernladen führt ein schmaler Steig ...
... zum Klettergarten Juval
Am Einstieg des Klettersteiges
Die Drahtseilbrücke ist ein Erlebnis!
Über steile Felspassagen gewinnen wir schnell an Höhe ...
... und erreichen über das Gehgelände des Verbotenen Steiges...
... einfaches Steiggelände ...
... und die erste Leiter an der 11er-Platte
Luftig führen nun Eisenstifte über eine glatte Wand
In der Lärchenrinne
Schöne Ausblicke auf Schloss Juval ...
... und Tiefblicke ins hier noch schmale Schnalstal
Es ist ein Klettersteig mit einer wunderschönen Routenführung
Der Felspfeiler unterhalb des Rastplatzes ...
... erfordert noch einmal Kraft und Klettertechnik
Blicke vom Rastplatz zur Ortlergruppe
... und auf das Schloss von Reinhold Messner
Anschließend geht es über senkrechte Felsstufen und eine Rampe ...
... zur Grotte mit Wandbuch und Schraubenkreuz
Blick in den Vinschgau
Verschneidung am Ausstieg des Klettersteiges
Abstieg über den schönen Patleideregger-Kirchweg

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