Freitag, 9. Juli 2010

Gletscher-Petersbart

Ein Pionier im Moränengelände

Die "Sonne" im Hochgebirge ist für mich immer wieder der schöne Gletscher-Petersbart, der mit seinem prächtigen Gelb einen warmen Farbton in die oft feuchten Schutthalden des alpinen Geländes bringt. Er ist auf einer Höhe zwischen 2500 und 3200 m beheimatet und bevorzugt Gletschermoränen und Schwemmböden, die er mit seinen langen Ausläufern überspinnt.
Die goldgelben Blüten dieser krautigen Pflanze werden bis zu 4 cm groß und sind im Stande noch während des Blühnes zu wachsen. Die Frucht selbst weist schließlich einen seidig behaarten, roten Federbart auf und lässt somit die Namensgebung Petersbart logischer erscheinen.
In der Blütezeit ist die Pflanze zwischen 5 und 10 cm hoch - im Fruchtstand hingegen kann sie bis auf 30 cm heranwachsen.

Im Volksmund wurde der Gletscher-Petersbart lange Zeit auch Teufelsabbiss genannt. Den Grund dafür finden wir in einer Schrift aus dem Mittelalter, in welcher der Bischof von Regensburg Albertus Magnus schreibt: " Wo diß wurtz in dem huse ist / da mag der tufel nicht schaffen / vnd fluhet sie / vnd darumb ist sie gebenedeyt für alle anderen wurtzeln."

Lateinische Bezeichnung: Geum Reptans
Familie: Rosengewächse
Blütezeit: Juli bis August
Weitere Bezeichnungen: Kriechende Nelkenwurz, Kriechende Bergnelkenwurz, Kriech-Nelkenwurz, Gelber Speik, Benediktenkraut

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